Henna Rezept für ein helles Orange-Rot

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Henna Rezept für ein helles Orange-Rot

Wer seine Haare mit Henna färben möchte, steht vor folgenden Fragen: Welches Henna von welcher Marke verwende ich? Wie rühre ich das Ganze an und wie lange lass ich es einwirken?

In diesem Beitrag teile ich mit Euch mein Rezept für den Ginger-Effekt!

Quelle: Pixabay

 Was ist Henna? 


Henna ist ein natürlicher Farbstoff, welcher aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen wird. Wenn man reines Henna verwendet ist das Farbergebnis üblicherweise Orange-Rot,  Die Farbe legt sich wie ein Schutzmantel um die Haare, wodurch sie fülliger und kräftiger werden. Zum Vergleich: Chemische Haarfarben rauen das Haar auf und dringen in die Haarstruktur ein, die Folge sind Haarbruch und Spliss.

Es gibt auch pflanzliche Haarfarben auf Henna-Basis welche ein anderes Farbergebnis als Rot erzielen, jedoch sind hier meistens noch andere Farbstoffe beigemischt, die Schadstoffe enthalten können. Wenn man also seine Haare komplett natürlich behandeln will, empfehle ich das reine Henna zu verwenden. Hier hat man jedoch nur die Wahl zwischen diversen Rot-tönen.
Bitte mach vorher einen Qualitätscheck deines Henna. Vor allem bei Billig-Henna aus dem Internet können Verunreinigungen vorkommen.


 Die Vorteile von Henna 

  • Es ist frei von synthetischen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen sowie chemischen Zusätzen 
  • 100% Natürlich 
  • 100% Vegan
  • 100% Tierversuchsfrei
  • Ein sehr natürliches Farbergebnis
  • Dauerhafte Färbung (Kann auch ein Nachteil sein ;P).
  • Man kann seine Haare sehr lang züchten und trotzdem färben.
  • Total schöner Glanz im Sonnenlicht.

 Die Nachteile von Henna 

  • Lange Einwirkzeit (min. 2 Stunden)
  • Das Auftragen gestaltet sich etwas schwierig
  • Heu-Artiger Geruch, der einige Haarwäschen anhält
  • Mögliche allergische Reaktionen (bitte vorher an einer kleinen Stelle testen)
  • Permanente Färbung
  • Verträgt sich nicht mit chemischen Haarfarben, muss man also rauswachsen lassen
  • Unvorhersehbares Farbergebnis, abhängig von der Ausgangs-Haarfarbe (auch hier bitte vorher an einer Strähne testen)

Wie du sehen kannst, sind die Vor- und Nachteile ziemlich ausgeglichen, es ist also wirklich nicht für jeden was. Ich persönlich bin super froh, dass ich angefangen habe meine Haare mit Henna zu färben. Sie sind so lang wie noch nie und ich kann die Färbe-Prozedur auch nur alle 3 Monate machen, da der Ansatz kaum auffällt.

Es gibt zig Varianten wie man Henna anrühren kann und mit was man es anrührt. Man kann mit der Einwirkzeit experimentieren oder das Henna vor dem Auftragen über Nacht ziehen lassen. Selbstverständlich ist es Geschmackssache welches Farbergebnis man gerne erreichen möchte. Es hängt auch immer mit der Naturhaarfarbe zusammen welches Ergebnis du erzielst, auf blondem Haar kann das komplett Karotten-Orange werden (wer’s mag, warum nicht, kann echt cool aussehen), auf schwarzem Haar wirst du lediglich einen Rot-schimmer erreichen. Ich rate von der Anwendung auf blondiertem oder chemisch behandelten Haar ab! Außerdem musst du sicherstellen, dass  deine Haare frei von Silikonen sind, sonst greift die Farbe nicht und das Ganze war umsonst (wie du das erreichst findest du hier: Beitrag folgt).
Wenn man sein Henna mit diversen Zutaten anrührt, kann man die Farbe etwas manipulieren. Zum Beispiel habe ich die Erfahrung gemacht, dass Zitronensaft das Farbergebnis heller werden lässt und mehr ins Orange-stichige geht. Ich persönlich mag den Orange-Touch super gerne! Wenn du jedoch mehr ins Weinrote gehen möchtest, benötigst du andere Komponenten.  Ein Rezept für ein dunkleren Rot-Ton findest du hier (Eintrag folgt).


 Rezept 

Ich benutze gerne das Henna von Terra Naturi (Die Hausmarke von Müller) und zwar in dem Farbton “Rot Intensiv”. Es sind 100 Gramm in einer Packung und ich benötige für meine hüftlangen Haare mindestens zwei Packungen. Ihr benötigt folgende Zutaten für 200 Gramm Henna:

  • Den Saft einer oder zwei Zitronen je nach Haarstruktur (Achtung kann die Haare etwas austrocknen)
  • 3 Esslöffel Pflanzenöl zum Beispiel Oliven-, oder Mandelöl (Beugt der Austrocknung vor und verstärkt die Pflegewirkung)
  • 4 Beutel Bio-Kamillentee

Koche dir 600 ml Kamillentee auf, und rühre den Tee (noch heiß) nach und nach mit dem Pulver ein, bis es die Konsistenz ergibt die für dich am besten ist. Eventuell brauchst du nicht die ganzen 400 ml oder sogar etwas mehr, das ist jedem selber überlassen. Danach kannst du das Öl und den Zitronensaft beimengen. Anschließend nimmst du ein Handrührgerät und mischt alles gut durch, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. 

 

 Auftragen 


Am besten deckst du den Boden ab und entfernst Handtücher und ähnliches aus deiner Umgebung, denn das Auftragen kann gerne mal in einer Sauerei enden. Hier ist Achtsamkeit gefragt! Natürlich solltest du Handschuhe tragen, um Verfärbungen der Haut und Nägel zu vermeiden. Um deine Ohren und die obere Stirn sowie deinen Nacken vor einem Orangestich zu bewahren, kannst du Sheabutter auf die Areale auftragen die du schützen möchtest. Du kannst alles was daneben ging danach einfach mit einem Wattepad (am besten wiederverwendbare, du produzierst viel weniger Müll) abwischen.
Bitte das Henna auftragen wenn es noch warm ist, nicht heiß! Verbrennungsgefahr!

Das Auftragen gestaltet sich immer etwas schwierig. Manche mögen es lieber Henna flüssiger anzurühren und auf trockenem Haar zu verteilen, andere bevorzugen Henna auf feuchten Haar aufzutragen (Achtung! Es kann tropfen anfangen). Unabhängig welche Variante du verwendest, sollten deine Haare frisch gewaschen sein und ohne Rückstände von Haarspray oder ähnlichem, das beeinflusst die Annahme der Farbe.Am besten teilst du deine Haare in mehrere Partien auf und beginnst am Ansatz das Henna aufzutragen, bitte den Hinterkopf gründlich eindecken mit dem Henna, hier entstehen gerne Flecken! Anschließend deckst du das ganze mit einer Haube ab, wickelst Frischhaltefolie drum und anschließend ein Handtuch.

Ich rate von Alufolie ab, wenn du dein Henna mit Säure anmischst, denn die oxidiert mit der Alufolie  und gibt Aluminium ab, welches in den Körper übergehen kann. Aluminium ist gift für unseren Körper! Achte darauf das Henna so warm wie möglich zu halten, die Farbe wird besser aufgenommen wenn die Haarstruktur durch die Wärme offen bleibt. Ihr könnt Euch zum Beispiel eine Wärmflasche auf den Kopf legen und mit dem Handtuch fixieren (Achtung! Nackenmuskelkater). Wenn du das Henna über Nacht einwirken lassen möchtest, leg bitte ein altes Handtuch auf dein Kopfkissen. Ich lasse das Ganze mindestens vier Stunden einwirken um das beste Farbergebnis zu erhalten. 


  Auswaschen 

Das Auswaschen kann lange dauern, hier brauchst du Geduld. Versuche nur einen silikonfreien Konditioner zu verwenden um die Masse besser auszuwaschen. Shampoo kann die Haltbarkeit der Farbe verkürzen. Mögliche Krümel die du erst nach dem Trocknen entdeckst, kannst du mit einer Wildschweinborsten-Bürste super auskämmen. Eine vegane Alternative wäre eine Bürste aus Pflanzenfasern. Nach der Färbung solltest du mindestens zwei Tage warten bis du deine Haare wieder normal mit Shampoo wäscht, da die Farbe nachwirkt und sich noch verfestigt. 

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Beitrag die Henna-Welt ein bisschen näher bringen. Viel Spaß beim ausprobieren! Ich freue mich über Fotos von deinem Farbergebnis! Schreib mir einfach auf Instagram oder Facebook!


Eure Michelle 

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